Aktionstipp - Untragbar: Der ökologische Rucksack

WEITERFÜHRENDE LINKS UND LITERATURTIPPS

  •  Tipps für Straßentheater: www.friedenspaedagogik.de Unter: Service ➜Unterrichtsmaterialien ➜Methoden ➜Praktische Methodenbeschreibungen ➜Rollenspiele, Theater etc. ➜Straßentheater
  •  Weitere Literaturlinks zur Methode Straßentheater sowie eine Liste mit Straßentheaterfestivals in Deutschland findet ihr bei Wikipedia, Stichwort „Straßentheater“
  •  Zahlen zum ökologischen Rucksack findet ihr auch in: Friedrich Schmidt-Bleek, „Nutzen wir die Erde richtig?“, Fischer-Verlag, 2007

IDEE

 

Was ist eigentlich ein ökologischer Rucksack? Was ist drin? Und wer schleppt wie viel? Im Rahmen eines Straßentheaterstückes könnt ihr den ökologischen Rucksack in die Fußgängerzone, auf Plätze und in Parks tragen

und ihn den Leuten präsentieren. Straßentheater soll bewusst vereinfachend und überzogen sein. Das provoziert und regt zum Nachdenken an.

 

UMSETZUNG

 

Vorbereitung

 

Der ökologische Rucksack eines Produktes gibt an, wie viele Ressourcen insgesamt bei dessen Herstellung, Gebrauch und Entsorgung anfallen. Das unterscheidet sich von Produkt zu Produkt ganz erheblich. Die Forscher unter euch können bestimmt ein paar schöne Beispiele für verschiedene Rucksäcke finden. Damit habt ihr ein wenig Futter für euer Theaterstück. Toll wäre es auch, einen kleinen Flyer vorzubereiten, auf dem ihr die wichtigsten Aspekte des Themas und ein paar anschauliche Zahlen zusammenstellt.

 

Los geht‘s

 

Wie lässt sich das Thema „ökologischer Rucksack, Ressourcenverbrauch und Ressourcenknappheit“ darstellen?

Erarbeitet wenige, aber knackige Szenen. Wichtig dabei:

 

Auffallen & Spannung erzeugen

Eure Szenen müssen von Anfang an die Aufmerksamkeit der PassantInnen auf sich ziehen und sie so sehr fesseln, dass sie stehen bleiben. Macht euch bemerkbar – mit Trommeln, Stelzenläufern und Ausrufen.

 

Kurz & prägnant

Verzichtet auf langatmige Dialoge. Ihr müsst eure Botschaft in wenigen klaren Wortwechseln, Slogans und Handlungen verpacken, damit eure ZuschauerInnen gespannt dabei bleiben.

 

An die Umstände anpassen

Wo wollt ihr eure Szenen aufführen? Wer sind eure ZuschauerInnen? Wie lange werden sie durchschnittlich stehen bleiben, um euch zuzusehen? Braucht ihr Mikrofone oder können euch die PassantInnen auch so verstehen? Ihr müsst auf jeden Fall sehr laut und deutlich und immer in Richtung eures Publikums sprechen.

 

Make it simple

Straßentheater bedeutet einfach und plakativ. Für komplexe Handlungen und vielschichtige Charaktere ist einfach keine Zeit. Die Antworten auf die wesentlichen W-Fragen sollten für das Publikum schnell erkennbar sein: Wer sind die Charaktere? Worum geht’s? Wo findet die Szene statt? Warum treffen die Figuren aufeinander? Welche Absichten verfolgen sie und wie versuchen sie diese durchzusetzen?

 

Kreativ & witzig

Fuchtelt nicht wild mit dem moralischen Zeigefinger herum, denn dann machen die Leute leicht dicht. Mit kreativen Ideen und Humor könnt ihr selbst sehr ernste Botschaften rüberbringen.

 

Immer wieder

Der Strom der PassantInnen reißt nicht ab: Ihr könnt eure kurzen Szenen also mehrmals wiederholen.

 

ERWEITERUNG

 

Straßentheater lässt sich natürlich zu den verschiedensten Themen inszenieren. Die Stichworte in dieser Broschüre liefern das Futter für eure Fantasie. Erkundigt euch, ob Ihr eine Genehmigung benötigt, z.B. beim Ordnungsamt.


Illustrationen: Frau Gröschke von der Spree