Aktionstipp - Jagdfieber

IDEE

 

Wie sehr das Leben eurer Stadt mit dem Thema Abfall, Abfallvermeidung und Ressourcenschutz verwoben ist, lernt man am besten bei einer Stadtrallye. Organisiert eine eigene Stadtrallye für eure Parallelklasse, jüngere SchülerInnen oder eine Jugendgruppe.

 

UMSETZUNG

 

Vorbereitung

 

[1] Geht mit offenen Augen durch eure Stadt. Wo spielt das Thema Abfall und Abfallvermeidung überall eine Rolle? Findet spannende Stationen, an denen man kleine Aufgaben erledigen kann. Ein paar erste Ideen findet ihr auf diesen Seiten, aber sicher fallen euch noch viel mehr ein, oder?

 

[2] Denkt euch für eure Stationen kreative, knifflige und witzige Aufgaben aus, die man in nicht allzu langer Zeit lösen kann. Wo müssen Verantwortliche für die TeilnehmerInnen der Stadtrallye ansprechbar sein? Sollten sie bestimmte Informationen bereithalten? Sprecht euer Vorhaben auf jeden Fall mit einer verantwortlichen Person der jeweiligen Station ab und informiert sie, wann die Stadtrallye stattfinden soll und wie viele Gruppen vorbeikommen werden.

 

[3] Gestaltet die Aufgabenblätter für die Stadtrallye. Die sollten die Stationen und die dazugehörigen Aufgaben enthalten, aber auch ein paar Informationen zum Thema.

 

[4] Wie wollt ihr die Aufgaben bewerten? Soll die Stadtrallye einfach nur Spaß machen oder wollt ihr am Ende eine Siegergruppe küren? Dann müsst ihr euch überlegen, wofür es wie viele Punkte geben soll.

 

Los geht's

 

[5] Bildet Gruppen mit je drei bis vier Leuten. Versorgt die Gruppen mit ihren Aufgabenblättern, vereinbart einen Treffpunkt und eine Zeit und schickt die TeilnehmerInnen ins Rennen. Jede Gruppe geht eigenständig durch die Stadt und löst die Aufgaben. Hierbei geht es nicht darum, wer am schnellsten ist, sondern dass die Aufgaben gut und mit Spaß bearbeitet werden. Bestimmt außerdem einen oder zwei AnsprechpartnerInnen, deren Telefonnummern ihr den TeilnehmerInnen mitgebt, falls es Rückfragen gibt.

 

Achtung: Jede Gruppe sollte ihre Stationen in einer anderen Reihenfolge ablaufen, sonst gibt es nervige Staus.

 

[6] Zieleinlauf: Wenn alle Gruppen zurückgekehrt sind, müsst ihr die Aufgabenblätter auswerten. Die Gewinnergruppe bekommt eine kleine Siegerehrung und eventuell einen Preis. Die Stadtrallye könnt ihr mit einem Fest für alle abschließen.

 

Station Supermarkt

 

Aufgabe 1: Fast alles, was man im Supermarkt kaufen kann, ist verpackt. Ist es überhaupt möglich, eine Mahlzeit zusammenzustellen, ohne Abfall zu produzieren? Geht durch den Supermarkt und stellt eine Einkaufsliste zusammen.

 

Aufgabe 2: Wer einkaufen geht, darf die sogenannten „Umverpackungen“ in speziellen Sammelbehältern gleich im Supermarkt lassen und muss sie nicht nach Hause schleppen. Umverpackungen sind zusätzliche Verpackungen, zum Beispiel Kartons, deren Inhalt noch einmal extra in einer Plastiktüte verpackt ist.

 

Sprecht KundenInnen an und bittet sie um ihre Umverpackungen. Was kommt da zusammen? Nehmt die Verpackungen mit.

 

Hinweis: Die Verpackungen müsst ihr nach der Stadtrallye natürlich – wie auf Seite 14 beschrieben - fachgerecht entsorgen.

 

Station Wohnhäuser

 

Mehr als 80 Millionen Handys liegen in deutschen Haushalten herum. Besorgt mindestens drei davon, indem ihr bei Leuten an der Haustür klingelt und sie um ihren „Rohstoffschatz“ bittet.

 

Hinweis: Die gesammelten Handys könnt ihr nach der Stadtrallye beim NABU abgeben. Für jedes Handy fließen drei Euro in das Naturschutzprojekt Untere Havel.

 

http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/waskannichtun/handyrecycling/

 

Station Recyclinghof

 

Abfälle, die nicht über den Hausmüll oder öffentliche Sammelbehälter entsorgt werden, kann man zum Recyclinghof bringen. Findet heraus, welche Abfälle ihr bei einem bestimmten Recyclinghof abgeben könnt. Welche Mengen kommen hier bei den einzelnen Abfällen innerhalb eines Jahres zusammen?

 

Station Schnellimbiss

 

Hier könnt ihr euch stärken! Aber bitte, ohne Abfall zu produzieren.

Essen und Trinken unterwegs ist bequem – aber verursacht eine Menge Abfall. Der bleibt zudem noch oft auf öffentlichen Plätzen und in Parks liegen. Dieses sogenannte „Littering“ entzieht dem Ressourcenkreislauf wichtige Rohstoffe, schadet den Tieren und Pflanzen vor Ort und führt bei der Stadtreinigung zu hohen Kosten.

 

Kauft etwas zu essen und zu trinken, ohne das Essen in Wegwerfverpackungen entgegen zu nehmen. Findet ihr einen Imbiss, wo das möglich ist? Wie könnt ihr das Problem – kreativ! - lösen? Schreibt auf, zeichnet oder fotografiert, was ihr verzerrt habt – und vor allem, wie!

 

Station Stadt- oder Gemeindeverwaltung

 

Findet heraus, wie viel Haushaltsmüll in eurer Stadt jährlich entsteht. Wenn in eine normale schwarze Haushaltsmülltonne durchschnittlich rund 25 kg Müll passen, wie lang wäre die Kette der Mülltonnen eurer Stadt?


Illustrationen: Frau Gröschke von der Spree