Aufgepasst! Auf euch und eure Umwelt!


Mit ein paar einfachen Tricks sicher und umweltverträglich trashbusten

Ihr wollt eine Trashbusters-Aktion durchführen? Super, das freut uns! Aber vielleicht fragt ihr euch bei der Vorbereitung ja, woran ihr denken müsst, um nicht versehentlich etwas falsch zu machen - und damit euch oder eure Umwelt zu schädigen. Achtet einfach auf ein paar Punkte, um auf der sicheren Seite zu sein.

 


Schützt euch selbst

In Zeiten von Covid-19 gilt natürlich: Achtet auf die aktuell geltenden Regelungen zur Pandemiebekämpfung! Das betrifft sowohl eure Gruppengröße als auch eurer Verhalten während der Aktion. Glücklicherweise finden Müllsammelaktionen ja an der frischen Luft statt und es ist ziemlich einfach, beim Aufsammeln des Abfalls Abstand zu halten. Und ihr helft der Natur selbstverständlich auch, wenn ihr alleine oder zu Zweit sammeln geht, statt mit einer größeren Gruppe.

 

Um euch beim Müllsammeln nicht zu gefährden, helfen auch einfache Hilfsmittel. So solltet ihr auf jeden Fall robuste Handschuhe tragen. Damit vermeidet ihr, dass ihr euch bspw. an zerbrochenen Glas oder anderen scharfkantigen Gegenständen schneidet. Auch Müllzangen oder Müllgreifer sind sehr hilfreich, um Abfälle sicher aufzusammeln und zu entsorgen.

 

Achtet darüber hinaus auf festes Schuhwerk und nehmt natürlich auch ausreichend Verpflegung mit, wenn ihr länger unterwegs seid. Für den Fall, dass ihr euch doch einmal weh tut, ist die Mitnahme eines Erste-Hilfe-Sets sehr sinnvoll.

 


Schützt eure Umwelt

NABU | CEWE | Martin Hain
NABU | CEWE | Martin Hain

Mit euren Aktionen liefert ihr natürlich einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. Allerdings solltet ihr auf ein paar Dinge achten, um nicht versehentlich die Tier- und Pflanzenwelt zu beeinträchtigen. Der NABU empfiehlt hierzu:

  • Vermeidet Störungen von brütenden und rastenden Vögeln und anderen geschützten Arten.
  • Achtet beim Sammeln auf Amphibien oder andere Tiere, die sich im Müll verstecken (v.a. in Altreifen oder unter Tüten) und setzt die Tiere gegebenenfalls behutsam um.
  • Plant eure Aktion entlang einer Route, damit Störungen nicht immeran einem Ort stattfinden.
  • Bei größeren illegalen Ablagerungen sollte nicht selbst gesammelt, sondern die Stadtverwaltung oder der örtliche Abfallbetrieb informiert werden.
  • Sprecht größere Aktionen mit der Stadtverwaltung oder mit dem örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieb ab. Dabei sollte insbesondere der Ort, der Zeitraum und die Abholung des Mülls vorher vereinbart werden.

Wo sollte grundsätzlich nicht selbständig gesammelt werden?
In sensiblen oder geschützten Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate etc.), in EU-Vogelschutzgebieten (Natura 2000) sowie in Brut- und Rastgebieten seltener Arten.

Welche Gebiete sind weniger sensibel?
Von Menschen ohnehin stark frequentierte Bereiche wie öffentliche Plätze, Wege- und Straßenränder und andere öffentliche Bereiche wie Parkplätze. Dagegen sind Gebüsche in Parks, Vegetationsgürtel, Dünen am Strand oder Schilfgürtel an Gewässern zur Hauptbrut und -wurfzeit (Anfang März bis Ende September) auszulassen.

 

Wen kann ich fragen, ob mein Gebiet zum Sammeln geeignet ist und zu welcher Zeit?

  • Untere Naturschutzbehörden (bei der Stadt oder beim Landkreis) und lokal aktive Naturschutzverbände wie der NABU geben gern Auskunft.
  • Falls Gebiete mit schutzwürdigen Lebensräumen oder Arten betroffen sein könnten, bitte vorher bei der Unteren Naturschutzbehörden (bei der Stadt oder beim Landkreis) anfragen oder ggf. dort Ausnahmegenehmigungen für Sammelaktionen in Schutzgebieten einholen.